Dr. Wilfried Kruse

Arbeitssoziologie und Berater, geb. 1947, nach Studium an der Technischen Universität Hannover von 1972 bis 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter und zeitweilig Geschäftsführender Direktor der Sozialforschungsstelle Dortmund, mehrjähriger Forschungsaufenthalt in Barcelona.

Forschungs – und Beratungsschwerpunkte: Entwicklung der Industriearbeit – Schwerpunkt: Stahlindustrie – und von industriellen Beziehungen, Arbeit und Berufsbildung, Europäische Berufsbildungssysteme und Weiterbildung, lokal-kommunale Bildungssysteme, Soziale Stadtentwicklung, „Kommunale Koordinierung“ regionaler und lokaler Bildungssysteme, Einwanderungsgesellschaftliche Gestaltung und Migrant:innen-Organisationen, insbesondere in lokal-kommunalen Zusammenhängen.

Die Würde der Arbeitenden ist weniger etwas, was als im Menschsein schon mitgegeben zu verstehen ist, oder als Haltung aus den Personen ohne Weiteres herausstrahlt, sondern: Würde bezeichnet einen sozialen Zusammenhang zwischen der Persönlichkeit der oder des Arbeitenden und den Umständen, in denen sie oder er arbeitet. Soziale Zusammenhänge sind gestaltbar. ,Würdevolle Arbeit‘ bedeutet: Arbeit als einen wichtigen Ausdruck der eigenen Persönlichkeit leben zu können, fachlich herausgefordert zu werden und auf die Gestaltung der Arbeitsverläufe wirksam Einfluss nehmen zu können, mit anderen gemeinsam kollegial zu arbeiten und solidarisch sein zu können, alles in allem: ein aufrechter Gang.
(aus dem Text: Ein Motiv festigt sich)